PWA-Umfrage 2015

Umfrageergebnisse der PWA-Umfrage 2015

Im Frühling 2015 hat die noch junge PWA Arbeitsgruppe alle Wiener Pfadfindergruppen gebeten, an einer Online-Umfrage teilzunehmen.

Zu Beginn unserer Arbeit haben wir uns die Frage gestellt, wie der Stand der Dinge bezüglich Kinder und Jugendlicher mit Behinderung bei den Wiener Pfadfindern und Pfadfinderinnen ist. Dank unserem Landesbeauftragten für Gruppenleitung, Ernst, konnten wir alle Gruppenleiter aller Wiener Gruppen zur Teilnahme an unserer Umfrage einladen.

Die Fragekategorien erstreckten sich von Erfahrungen mit PWAs, Erfahrungen im Umgang mit dem Thema „Behinderung“ in und außerhalb der PfadfinderInnenbewegung, sowie Vorstellungen und Wünsche was dieses Thema sowie eine Arbeitsgruppe, betrifft. Was sich aus dieser Umfrage ergeben hat, das möchten wir euch in kurzen Worten hier präsentieren:

Allgemeines zur Umfrage

Von allen versandten Fragebögen haben wir 31 ausgefüllt zurückbekommen. Dadurch konnten wir 25 Gruppen in ganz Wien, also fast die Hälfte aller, erreichen! Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich so viele Gruppen die Zeit genommen haben, bei dieser Umfrage mitzumachen. Danke also allen GruppenleiterInnen und sonstigen Umfrage-TeilnehmerInnen für eure ausführlichen Antworten, eure Vorschläge und euer sehr motivierendes und positives Feedback.

PWA in Wien

PfadfinderInnen Wie Alle sind den Wiener PfadfinderInnen durchaus ein Begriff, auch wenn es in den letzten Jahren wenig Gruppen gab, die aktiv mit Menschen mit Behinderung zu tun haben und hatten. Durch die SCOREG Registrierung konnten wir feststellen, dass insgesamt in Wien zwei Kinder und Jugendliche als PWA gemeldet sind. Aus der Umfrage lässt sich jedoch schließen, dass es viele Kinder bei uns PfadfinderInnen gibt, die man ebenfalls dazuzählen könnte. Doch die Grenzziehung, wann man als PWA registriert wird und wann nicht, ist so schwammig, dass es in vielen Gruppen auch nicht üblich ist, junge PfadfinderInnen als PWAs zu registrieren. Ebenfalls zeigte sich, das einige Gruppen viel Erfahrung mit Pfadfindern mit Behinderung haben.

Was braucht es demnach noch in Wien

Eine für unsere Arbeitsgruppe besonders interessante Frage war jene nach der Offenheit für Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Pfadi-Alltag. Glücklicherweise hat die Umfrage gezeigt, dass es, ganz nach dem Pfadfindergedanken, vorwiegend positive Rückmeldungen auf diese Frage gab. Dennoch trauen  sich viele auch nicht einfach so zu, Kinder und Jugendliche mit Behinderung adäquat zu betreuen. Folgende Punkte waren den Teilnehmern der Umfrage besonders wichtig:

  • Ein/e AnsprechpartnerIn für Fragen
  • Ein angemessener Betreuungsschlüssel
  • Augenmerk auf räumliche Barrieren
  • Unwissenheit mit verschiedenen Behinderungen
  • Schulung und Ausbildung für LeiterInnen
  • Teilnahme an Lagern
  • Rechtliche und medizinische Angelegenheiten

Allen Teilnehmern war es wichtig zu betonen, dass sich, wenn überhaupt, eine Zurückhaltung aus den aufgezählten Punkten ergibt, aber nicht aus Angst oder Abwehr gegenüber Menschen mit Behinderung. Das freut uns besonders, zeigt es doch, dass wir als Wiener Pfadfinder und Pfadfinderinnen wirklich offen für alle sind!

Was bedeutet diese Umfrage für uns und euch

Genau auf diese Schwierigkeiten, Unsicherheiten und Wünsche möchte die PWA Arbeitsgruppe gerne eingehen und sich näher damit befassen. Wie gesagt, wir sind ein junges Team, haben die „Weisheit nicht mit Löffeln gefressen“ und sind zum Großteil mehr aus Interesse als aus Erfahrung in diese Arbeitsgruppe hineingerutscht. Was wir jedoch noch lernen werden, das machen wir derzeit mit Motivation wieder weg. Wir haben also den Wünschen der Umfrage entsprechend das Projekt ein wenig größer aufgezogen und sind gerade mitten in der Recherchearbeit, Materialsammlung und Bekanntmachung unserer Arbeitsgruppe.

Für euch bedeutet dies im Prinzip nur zweierlei: Bleibt dem Thema offen gegenüber, meldet euch bei uns, wenn ihr Lust zur Mitarbeit habt, wenn ihr Ideen habt oder wenn ihr Erfahrungen habt und diese gerne mit uns teilen möchtet.